Nachdem ich das neue Vine-Update eigentlich ziemlich schick fand, hat Twitter am Mittwoch leider noch einmal nachgelegt. Werbekunden sollen in Zukunft Anzeigen speziell danach schalten können, wo sich die Nutzer zuletzt im Netz herumgetrieben und welche Newsletter sie abonniert haben.

Als Beispiel nennt das Unternehmen ein Blumengeschäft, das zum Valentinstag ein besonderes Angebot auf Twitter bewerben möchte. Allerdings will der Händler nur eine bestimmte Zielgruppe erreichen – nämlich die Nutzer, die zuvor seine Webseite besucht oder seinen Newsletter abonniert haben.

Dafür muss der Blumenhändler jedoch Daten mit Twitter austauschen. Das können einerseits Informationen über seine Webseiten-Besucher sein (Cookie-IDs), andererseits die E-Mail-Adressen der Newsletter-Abonnenten. Diese Daten werden mit denen der Twitter-Nutzer abgeglichen, um ihnen das Valentinsangebot anschließend als „Promoted Tweet“ präsentieren zu können.

Twitter verweist darauf, dass die meisten anderen Unternehmen entsprechend vorgehen. Und tatsächlich – Facebook und Co. bieten ihren Werbekunden ähnliche Möglichkeiten an. Im Gegensatz dazu greift die neue Twitter-Option fast erschreckend wenig in die Privatsphäre der Nutzer ein. Und es kommt sogar noch besser: Twitter bietet seinen Mitgliedern an, die oben beschriebenen speziell auf bestimmte Nutzer zugeschnittenen Werbeeinblendungen zu deaktivieren.

Wer also keine Blumen zum Valentinstag haben möchte, der muss einfach nur folgende vier Punkte abarbeiten:

  1. Bei Twitter einloggen.
  2. In den Einstellungen die entsprechenden Häkchen entfernen.
  3. „Do Not Track“ im kompatiblen Browsern aktivieren (Firefox, Chrome, Internet Explorer).
  4. Fertig.

Ganz zum Schluss noch der Hinweis: Die beschriebenen neuen Möglichkeiten für Werbekunden wird es zunächst nur in den USA geben. Allerdings können sich Nutzer in Deutschland  bereits jetzt gegen Gesponsorte Inhalte entscheiden. Einfach das Häkchen wie oben beschrieben an der richtigen Stelle entfernen.