1998 hat Herbert Grönemeyer ein Trauerlied über das Internet geschrieben. Vermutlich ohne es zu wissen. „Ich dreh mich um dich“ passt aber tatsächlich ziemlich gut. Auch oder gerade vor dem Hintergrund des jüngsten Textes von Sascha Lobo über die digitale Kränkung des Menschen.

Wenn du im Trüben fischt
Und es tropft in dein Gemüt
Wenn alle Geheimnisse verraten sind
Und du dich verloren fühlst

Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn sich alles verdunkelt
Bring ich dich durch die Nacht

Wenn der Kompass nur Himmel und Hölle zeigt
Und deine Sinne verschwimmen
Wenn du dir nicht vergeben kannst
Und keiner deine Feuer löscht

Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn du völlig verzweifelst
Geh ich neben dir

Was keiner weiß,
find ich für dich raus
Aus jedem Labyrinth
Und jeder Erpressung löse ich dich aus
Beseitige jeden Fluch
Lots dich durchs tiefste Tal
Schneid dich vom Marterpfahl
Schneid dich vom Marterpfahl

Ich dreh mich um dich
Ich dreh mich um dich
Stell mich vor den bösen Blick
Deine Tränen werde ich übernehmen
Alle Qualen und alle Folter überstehen
Auch wenn du greinst, du dich kasteist
Auch wenn du haderst, du dich zerreißt
Wenn sich alles verdunkelt
Bring ich dich durch die Nacht

Quelle: letzte-version.de