Romantische Candle-Light-Dinner, ein Kutschfahrt bei Nacht und jede Menge Wellness: Für Hochzeitspaare bieten Hotels schon seit Jahren zahlreiche Programmpunkte an, um ihnen den Aufenthalt und die Feier so angenehm wie möglich zu machen. Die Konkurrenz ist groß. Um aus der Masse herauszustechen, lassen sich die Veranstalter daher immer häufiger ausgefalle Spezialaktivitäten einfallen. Sei es ein Ballonausflug, eine Safari oder eine Trauung unter Wasser – nichts scheint mehr unmöglich.

Das scheint man sich auch bei den New Yorker W Hotels gedacht zu haben. Dort gibt es seit kurzem einen „Social Media Wedding Concierge“. Der soll dafür sorgen, dass „die Zeiten der schamlosen Hochzeits-Selfies vorbei“ sind. In einer Pressemitteilung, die Huffington-Post-Redakteurin Bianca Bosker zuerst verbreitete, heißt es:

„Da Social Media eine immer wichtigere Rolle bei Hochzeiten einnimmt, bieten unsere Hotels den Bräuten und Bräutigamen jetzt die Möglichkeit, von diesem Trend zu profitieren und einen von unseren Experten zu engagieren, der diesen ganz speziellen Tag per Social Media für sie festhält.“

Und weiter:

„Von Live-Tweets und #Hashtags über Vine-Videos und Instagram-Filter: Unser Social Media Wedding Concierge wird die ‚Ich will‘-Momente dokumentieren und die Gäste dabei unterstützen, einen festgelegten Hochzeits-Hashtag für ihre Beiträge zu verwenden.“

Das Angebot ist ab sofort und bis Ende Dezember 2014 für 3.000 US-Dollar buchbar. Es enthält:

  • Live-Tweets während der Zeremonie und beim Empfang
  • Instagram-Fotos und –Videos sowie Vine-Videos
  • Die Erstellung eines Hochzeit-Hashtags
  • Die Vorsorge, dass die Gäste auch unter diesem Hashtag Beiträge verfassen
  • Erstellung und Wartung eines Hochzeits-Blogs vor und nach der Hochzeit
  • Eine Liste mit möglichen Geschenken auf Pinterest
  • Ein Buch mit den Social-Media-Höhepunkten der Hochzeit sowie eine Collage mit den besten Tweets und Instagram-Bildern, die während der Veranstaltung geteilt wurden

Kurz nachdem Bosker diese Pressemitteilung veröffentlicht hatte, berichteten die ersten Medien über das neue Angebot. Weil die Reaktionen eher negativ ausfielen, sah sich die Social-Media-Beauftragte von W Hotels, Alyssa Kiefer, genötigt, einen Kommentar abzugeben. Per E-Mail antwortete sie auf eine Anfrage von Fast Company:

“Einigen wird das vielleicht zu abgefahren erscheinen. Damit können wir leben. Wir sind ziemlich sicher, dass sich Paare vor ein paar Jahren noch gegen die Idee eines traditionellen Hochzeitsplaners gesperrt haben. Und heute kann man es sich kaum noch ohne vorstellen.“

In diesem Sinne: #notatmywedding