Online-Dating liegt voll im Trend. Wer auf der Suche nach einem Partner ist, der wird immer häufiger im Netz fündig. Daten zeigen: Während Lehrer und Ärzte unter sich bleiben, scheinen Journalisten wenig Interesse an einer Beziehung mit Kollegen zu haben.

Neben neumodischen Dating-Apps wie Lovoo, Tinder und Badoo sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Online-Portale an den Start gegangen, die auf Persönlichkeitstests statt auf lustige Bediensysteme (Wisch und weg) setzen. Zu den größten Anbietern in Deutschland zählen Parship, Elitepartner, Friendscout24 und eDarling. Darüber hinaus gibt es verschiedene Partnerbörsen, die auf spezielle Zielgruppen setzen (Ü50, Ü180cm, Hundebesitzer, Mollige, Christen, Esoteriker, Alleinerziehende etc.)

Ein spezielles Angebot für Journalisten gibt es (noch) nicht. Das mag daran liegen, dass Journalisten einfach keine Zeit für Dating-Aktivitäten haben. Oder dass sie lieber die diversen wöchentlichen Presseveranstaltungen und -termine nutzen, um mit Kollegen zu „netzwerken“. Vielleicht setzen Medienvertreter auf Annoncen in Zeitungen. Oder auf soziale Netzwerke wie Twitter. Möglich ist aber auch, dass sie gar nicht so sehr an Beziehungen mit Kollegen interessiert sind.

Daten von Elitepartner zeigen, dass Frauen, die in ihrem Profil angegeben haben als Journalist tätig zu sein, in erster Linie an Ärzten, Ingenieuren und Juristen interessiert sind. Diese drei Berufsgruppen stehen in der Liste mit Nutzern, die von Journalistinnen bevorzugt angeschrieben werden, auf den Plätzen eins bis drei. Es folgen Geschäftsführer, Selbstständige und Unternehmer. Auf Platz acht bis zehn finden sich Lehrer, Architekten und Unternehmensberater wieder. Journalisten tauchen in den Top 10 gar nicht auf.

Bei den Männern sieht es ähnlich aus. Hier gehen die Plätze eins bis drei an Lehrerin, Ärztin und Angestellte. Es folgen Kauffrau, Studentin und Juristin. Auf Platz acht steht dann tatsächlich die Journalistin vor – abgeschlagen auf Platz neun und zehn – Naturwissenschaftlerin und Ingenieurin.

Journalisten

Interessant wird es, wenn man die Daten anderer Berufsgruppen mit denen der Journalisten vergleicht. So suchen Lehrer tatsächlich sehr häufig nach ihresgleichen. Und auch bei Ärzten steht die eigene Berufsgruppe hoch im Kurs. Haben Journalisten also ein Problem mit Kollegen? Oder können sie es sich einfach nicht mehr leisten, untereinander Beziehungen anzufangen? Vor allem männliche Medienvertreter sollten sich Sorgen machen. Sie tauchen weder bei Ärztinnen noch bei Lehrerinnen oder allgemein in den Top 10 auf.

Bei Lehrern hoch im Kurs:

Lehrer

Bei Ärzten angesagt:

Ärzte

Und diese Berufsgruppen sind ganz allgemein besonders gefragt:

Allgemein

Hinweis: Natürlich darf man das jetzt alles nicht ganz so ernst nehmen. Immer wenn es um Zahlen geht, ist Vorsicht angebracht. Um auf die oben genannten Daten zu kommen, hat Elitepartner ausgewertet, wie viel Prozent einer bestimmten Berufsgruppe „Erstkontakt“ mit einer anderen Berufsgruppe aufgenommen haben. Das Berufsfeld ist laut Unternehmensangaben jedoch ein Freitextfeld – es kann also theoretisch alles Mögliche eingetragen und dann evtl. bei der Analyse nicht eindeutig zugeordnet werden.