Am Sonntag, 31. Juli 2011, war ich mal wieder unterwegs im Kasseler Umland. Mit Kamera und in Gesellschaft. (Weshalb es in Kürze sicherlich auch ein paar neue Bilder an dieser Stelle geben dürfte.) Diesmal ging es nach Hirschhagen, einem ehemaligen NS-Rüstungsstandort im Werra-Meißner-Kreis. Während des Dritten Reichs befand sich dort eine der größten Sprengstofffabriken Deutschlands.

Heute ist das Gebiet als Industriegebiet der Stadt Hessisch Lichtenau ausgewiesen. In den früheren Gebäuden des Werks finden sich Gewerbebetriebe, teilweise aber auch Wohnungen. Viele der alten Gebäude sind verlassen und verrotten im Wald. Hirschhagen selbst besteht nur aus wenigen Häusern. Nur selten trifft man einen Menschen. Weil sich viele der dort ansässigen Geschäftsleute auf den Handel mit Autos und Autoteilen spezialisiert zu haben scheinen, ist Hirschhagen wahrscheinlich der einzige Ort in Deutschland, in dem es mehr Autos ohne als mit gültigen Nummernschildern gibt.

Auf unserer Tour haben wir darum nicht nur in die alten Fabrikhallen geschaut. Vielmehr sind wir auch durch den Wald, auf alten Bahngleisen entlang und durch den Ort gezogen. Ein kleiner Einblick: